Psychotherapie bei Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung (Demenz, Alters-Depression)

Claus Wächtler, Hamburg

Depression und Demenz machen den größten Teil psychischer Störungen in der Gerontopsychiatrie aus. Kognitive Störungen sind bei Alters-Depression häufig, sie stellen bei der (Alzheimer-) Demenz das Kernsymptom dar. Kognitive Störungen beeinträchtigen die Alltagsbewältigung und erschweren den psychotherapeutischen Prozeß, der Erinnern, Reflektion und Erlernen neuer Handlungsstrategien erfordert. Dennoch finden sich zunehmend Hinweise darauf, daß psychotherapeutische Maßnahmen auch bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung erfolgreich sein können. Über die notwendige Anpassung der Ziele und über Modifikationen im Verhalten des Therapeuten und beim therapeutischen Vorgehen wird berichtet. Psychotherapeutische Maßnahmen für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung sollten viel häufiger als bisher angeboten und in den Versorgungsalltag integriert werden.

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